Persönliche Aspekte

Ich wurde einmal zu meiner Arbeit befragt. Hier meine Antworten dazu:

 

Warum arbeiten Sie mit Hunden?

Die Arbeit mit den Hunden bereitet mir viel Freude. Manche Fälle scheinen zu Beginn kaum lösbar, aber durch konsequentes und zielgerichtetes Training lassen sich viele Probleme in den Griff bekommen. Die Hunde zeigen mir immer deutlich, ob ich mit meiner Therapie richtig liege, der Mensch neigt dazu nicht immer alles korrekt darzustellen. Deshalb ist es besonders wichtig, den Hund richtig lesen zu können und schon die Auslöser der Probleme zu finden und zu Beseitigen. Eine Therapie, die sich nur an den Symptomen orientiert bringt im Normalfall wenig bis keinen Erfolg. Deshalb arbeiten wir ganzheitlich und beziehen das Umfeld des Hundes mit in das Training ein.

 

Seit wann und wie kamen Sie dazu?

Als langjähriger Hundebesitzer hatte ich schon viele Jahre Hundeerfahrung, als im Frühjahr 2010 unsere Hündin Akira aus dem Tierschutz bei uns einzog: Mit etwa zwei Jahren eine extrem ängstliche, schreckhafte Katalanische Schäferhündin. Und mit einem Mal kam ich mit meinem Fachwissen über Hunde an meine Grenze. Das übliche Hundewissen versagte, gutgemeinte Ratschläge brachten keine Besserung und ich suchte daraufhin professionelle Hilfe bei einem Hundetrainer. Die Trainingserfolge bestärkten mich darin, mehr über Hunde zu lernen und so besuchte ich viele Fachvorträge und begann mehrere Ausbildungen zum Hundetrainer. Unterschiedliche Dozenten aus den verschiedensten Fachbereichen sorgten für ein breites Fachwissen. Weitere, zum Teil auch internationale Ausbildungen und Fachkongresse sorgen ständig für die notwendige Weiterbildung meines kynologischen Fachwissens. Durch internationale Kontakte zu Forschung, Organisationen und vielen Trainerkollegen ist eine breite Wissensbasis für meine Arbeit entstanden, welche ich seit 2011 aktiv als Trainer in der Spürnasenakademie umsetze. 

 

 

Arbeiten Sie lieber mit Zwei- oder mit Vierbeinern und warum?

Die Arbeit mit den Hunden bedeutet immer auch intensive Arbeit mit dem Menschen. Mir macht es besondere Freude, den Menschen eine effiziente Möglichkeit zu geben, die Kommunikation mit ihrem Vierbeiner zu lernen und Auslöser für Probleme zu erkennen. Wenn der Mensch erst einmal verstanden hat, wie sein Hund „funktioniert“ – also wie er Kommuniziert, was ihn stresst oder ihm Angst macht, welche Bedürfnisse er hat usw. - dann werden beide schnell ein tolles Team und Missverständnisse verschwinden oder entstehen erst gar nicht. Dadurch bekommt auch der Hund ein besseres Umfeld und wird endlich in seinem Handeln verstanden was den Alltag ungemein erleichtert. Dies gibt mir dann immer die notwendige Bestätigung, wieder einem Team weitergeholfen zu haben. 

 

Welcher Aspekt Ihrer Arbeit macht Ihnen besonderen Spaß?

Wissen zu vermitteln ist manchmal eine schwierige Aufgabe. Besondere Freude macht es mir, wenn ich einem Hundehalter helfen konnte, seine Kommunikation mit dem Hund zu verbessern und beide ein tolles Team werden und beide bei ihren gemeinsamen Aktivitäten und Unternehmungen viel Spaß haben: Ob im Alltag oder bei gemeinsamen Aktivitäten wie der Fährtensuche oder der Gerätearbeit PawCours.

 

Herzlichst, Ihr Ullrich Horn

Leiter der Hundeschule Spürnasenakademie